Am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, und Freitag, dem 24. Juli 2026 veranstaltet das CEP eine zweitägige Sommeruniversität zum aktuellen Thema „EU-Digitalisierungsrecht: KI-Verordnung, Data Act, Datenschutz-Grundverordnung, Aktuelle Rechtsprechung und Praxisfragen".
Die Sommeruniversität richtet sich an Unternehmer und Wirtschaftsvertreter, Rechtsanwälte und Unternehmensjuristen, Behörden, Berater und sonstige Interessierte, die direkt oder indirekt mit dem EU-Digitalisierungsrecht befasst sind.
| Datum | 23. Juli 2026 bis 24. Juli 2026 |
|---|---|
| Veranstaltungsort | Universität Passau |
| Teilnahmegebühr | 950 EUR |
Sommeruniversität EU-Digitalisierungsrecht
Donnerstag, 23. Juli 2026
Freitag, 24. Juli 2026
Wer Anbieter, Entwickler oder Nutzer von Datendiensten, digitalen Anwendungen oder Künstlicher Intelligenz (KI) ist, kommt heute am neuen Digitalisierungsrecht der Europäischen Union (EU) nicht vorbei. Denn der EU-Gesetzgeber hat in nur wenigen Jahren sehr umfassende und detailreiche EU-Regelungen zur Digitalisierung erlassen – von der Datenschutz-Grundverordnung über den Data Act und das Gesetz über digitale Dienste bis hin zur KI-Verordnung. Die Rahmenbedingungen für jeden, der eine Website betreibt oder nutzt, einen Infrastrukturdienst anbietet oder ein KI-Modell in seine Dienste integrieren will, werden heute also direkt durch diese neuen EU-Digitalrechtsakte bestimmt.
Das EU-Digitalisierungsrecht gilt direkt
Den zahlreichen neuen EU-Regelungen zur Digitalisierung ist gemein, dass sie direkt in den 27 EU-Mitgliedstaaten gelten und anwendbar sind. Für Unternehmen, Behörden und Verbraucher ergeben sich damit aus dem EU-Digitalisierungsrecht konkrete Rechte und Verpflichtungen. Zudem sind die neuen EU-Vorgaben sämtlich mit empfindlichen Sanktionen versehen, so dass Unternehmensjuristen, Compliance-Abteilungen und Rechtsanwälte über sehr gute Kenntnisse des EU-Digitalisierungsrechts verfügen müssen, um in der Praxis den richtigen Rat geben zu können. Andernfalls kann es zu behördlichen Verboten, Geldbußen oder privatrechtlichen Schadensersatzklagen kommen. Die detaillierte Kenntnis des neuen EU-Digitalisierungsrechts, der Zusammenhänge zwischen den neuen EU-Digitalrechtsakten und der Befugnisse der zuständigen nationalen und europäischen Aufsichtsbehörden ist deshalb wichtige Voraussetzung für jeden, der im digitalen Raum in Europa tätig ist.
Ein Kurs von Praktikern für Praktiker
Die zweitägige Sommeruniversität EU-Digitalisierungsrecht, die vom Centrum für Europarecht an der Universität Passau konzipiert und veranstaltet wird, richtet sich an Unternehmer und Wirtschaftsvertreter, Rechtsanwälte und Unternehmensjuristen, Behördenleiter und Verwaltungsjuristen, Berater und sonstige Interessierte, die direkt oder indirekt mit dem EU-Digitalisierungsrecht befasst sind. Erfahrene Europarechtsexperten führen in die Systematik und Rechtsgrundlagen des EU-Digitalisierungsrechts ein und geben praktische Hilfestellung bei Auslegungs- und Compliance-Fragen anhand der aktuellen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs und der Praxis der EU-Institutionen. Auch auf die aktuelle Omnibus-Gesetzgebung zum EU-Digitalisierungsrecht wird eingegangen.
Lernen von erfahrenen EU-Experten
Die Referenten der zweitägigen Sommeruniversität kennen das EU-Digitalisierungsrecht sehr genau aus ihrer langjährigen beruflichen Tätigkeit für EU-Institutionen, Anwaltskanzleien und Unternehmen sowie als Autoren und Herausgeber einschlägiger Fachliteratur. In der Sommeruniversität vertreten sie ausschließlich ihre persönliche Auffassung und stehen den Teilnehmern für eine offene Diskussion aller relevanten Fragen zur Verfügung.
Schwerpunkte der Sommeruniversität: KI-Verordnung Data Act und Datenschutz-Grundverordnung
Besonders behandelt die Sommeruniversität die neue KI-Verordnung, deren Vorschriften 2025-2027 schrittweise anwendbar werden. Umfassend anwendbar sein wird die KI-Verordnung ab dem 2. August 2026. Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung ist der neue Data Act, für den der EU-Gesetzgeber den 12. September 2025 zum Datum der umfassenden Anwendbarkeit bestimmt hatte. Schließlich wird auf die aktuelle Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zur Datenschutz-Grundverordnung eingegangen. Denn beinahe jeden Monat fällt der Europäische Gerichtshof derzeit ein Urteil, das weitreichende Auswirkungen auf die praktische Anwendung des EU-Digitalisierungsrechts hat.
Weiterbildung am Inn
Die Sommeruniversität EU-Digitalisierungsrecht findet in Passau statt, das malerisch schön an Donau, Inn und Ilz liegt. Schon Alexander von Humboldt zählte Passau zu den sieben schönsten Städten der Welt. Die Universität Passau befindet sich direkt am Ufer des Inns. Gemeinsame Arbeitsmittagessen mit den Referenten sind Teil der Veranstaltung.
| Datum | Beschreibung |
|---|---|
| 9.30 - 12.45 Uhr | Einführung in das EU-Digitalisierungsrecht: EU-primärrechtliche Grundlagen und Überblick über die zentralen EU-Gesetze: Datenschutz-Grundverordnung, Digital Services Act, Digital Markets Act, Data Governance Act, Data Act und AI Act |
| 13.00 - 14.30 Uhr | Mittagessen mit den Referenten |
| 15.00 - 17.30 Uhr | Künstliche Intelligenz in der Praxis: Was sind jetzt die EU-rechtlichen Rahmenbedingungen? |
| Datum | Beschreibung |
|---|---|
| 9.30 - 12.45 Uhr | Aktuelle Rechtsprechung zum EU-Datenschutzrecht: Privatheit, Gemeinwohl, Wettbewerb und Interessen Dritter (Professor Dr. Hans-Georg Kamann) |
| 13.00 - 14.30 Uhr | Mittagessen mit den Referenten |
| 15.00 - 17.00 Uhr | Der neue EU Data Act und die neue Data Governance in der EU: Aktuelle Rechtsfragen in der Praxis |
| 17.00 - 17.30 Uhr | Abschlussbesprechung mit den Referenten |
Sommeruniversität EU-Digitalisierungsrecht
Donnerstag, 23. Juli 2026
Freitag, 24. Juli 2026